In diesem Jahr hat ein Käufer bereits zweimal eine Reklamation wegen Tellern mit “falscher Größe” bei uns eingereicht. In beiden Fällen entsprachen die Teller dem genehmigten Muster. In beiden Fällen hatte der Käufer die Vertiefung – die flache Mitte, auf der das Essen liegt – ausgemessen und mit einem Datenblatt verglichen, auf dem lediglich “11-Zoll-Essteller” stand.
Diese Abweichung verursacht pro Bestellung Kosten in Höhe von einigen tausend Dollar für Nachfertigungen, Frachtkosten und verlorene Arbeitswochen. Hier erfahren Sie, was die Normen für die Plattengrößen bei der Herstellung von Geschirr tatsächlich beinhalten und welche Zahlen es sich lohnt, in einer Bestellung anzugeben – anstelle eines einzigen Durchmessers.
Der Durchmesser ist eine Brennnummer, keine Formnummer.
Ton schrumpft. Eine 30 cm große Jigger-Form ergibt nach dem Brennen einen Teller mit einem Durchmesser von 26,4–27,0 cm, da Steinzeug und Porzellan zwischen dem Formen und dem Glasurbrand etwa 10–13% ihrer linearen Abmessungen einbüßen. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen.
Erstens: In Ihrer Spezifikation muss Folgendes angegeben sein entlassen Durchmesser. Wenn ein Lieferant sein Angebot anhand der Formzeichnung erstellt, fällt die fertige Platte 2–4 cm zu klein aus, und die Diskussion beginnt am Hafen statt am Mustertisch.
Zweitens: Sie benötigen eine Toleranz. Wir halten eine Toleranz von ±2% beim gebrannten Durchmesser bis zu 30 cm ein, was bei einem Teller mit 27 cm Durchmesser einer Toleranz von ±0,55 cm entspricht. Eine engere Toleranz als ±1,5% ist zwar möglich, aber die Ausschussquote steigt, und jemand muss für diesen Ausschuss aufkommen – in der Regel Sie, und zwar über den Stückpreis. Geschirr für den Einzelhandel liegt problemlos bei ±2%. Einkäufer aus dem Hotel- und Gastronomiebereich akzeptieren oft ±3%, da in diesem Vertriebskanal die Stapelhöhe und die Verfügbarkeit von Ersatzware wichtiger sind als zwei Millimeter.
Die fünf Zahlen, die Ihren Preis bestimmen
- Durchmesser nach dem Brennen + Toleranz. Die Zahl in der Überschrift – und für sich genommen die am wenigsten aussagekräftige.
- Bohrlochdurchmesser. Bei einem Teller mit Rand gehen etwa 5 cm der nutzbaren Fläche durch den Rand verloren (2,2–2,5 cm auf jeder Seite). Bei einer Coupé-Platte sind es etwa 1,5 cm. Eine 27-cm-Randplatte bietet eine Mulde von 22 cm; eine 27-cm-Coupé-Platte bietet 25,5 cm. Wenn Ihre Speisekarte die Präsentation auf einem 22-cm-Teller vorsieht, ist eine 27-cm-Coupé-Platte die falsche Wahl.
- Gewicht pro Stück. Ein Teller aus Steinzeug mit einem Durchmesser von 26,7 cm wiegt 400–480 g. Ein Teller mit demselben Durchmesser in HORECA-Qualität wiegt 600–900 g. Bone China liegt bei 250–300 g. Das Gewicht ist der schnellste Anhaltspunkt für die Dichte des Materials, und gerade diese Dichte sorgt dafür, dass das Geschirr nicht so leicht absplittert.
- Wasseraufnahme. Porzellan unter 0,5%; Steingut 1–3%. Diese Zahl entscheidet darüber, ob ein Teller den Durchlauf durch eine gewerbliche Spülmaschine übersteht und ob er einem Ofenzyklus bei 200 °C standhält.
- Kartonvolumen. Der Faktor, den Käufer oft übersehen – und der, der Ihre Gesamtkosten still und leise beeinflusst.
Eine Änderung der Kartongröße um 2 cm kostet 15% Ihres Containers
Ein konkretes Beispiel aus unserer eigenen Verpackungslinie: Von einer Tellerplatte mit einem Randdurchmesser von 26,7 cm werden 12 Stück in einen Umkarton mit den Maßen 30 × 30 × 28 cm verpackt, was einem Volumen von 0,0252 cbm entspricht. Ein 20-GP-Container fasst nach Palettierung und Berücksichtigung des Türabstands etwa 28 cbm Nutzvolumen, also etwa 1.100 Kartons – fast 13.200 Teller. Wenn man diesen Karton auf 32 × 32 × 30 cm (0,0307 m³) umgestaltet, fasst derselbe Container etwa 910 Kartons. Gleiche Frachtrechnung, 15% Platten weniger.
Bei Bruchschäden gilt dieselbe Logik. Fünflagige Wellpappe mit gestanzten Trennwänden hält die Anforderungen gemäß 1% über ein Jahr hinweg bei europäischen Sendungen ein. Einwandige Kartons mit Papierzwischenlagen liegen bei 3–8%. Der billige Karton sieht auf der Packliste immer besser aus, wirkt sich aber jedes Mal negativ auf die Gesamtkosten aus.
Feldwagen versus Coupé: Die Geometrie, die viel Platz im Regal beansprucht
Randteller lassen sich mit einer zusätzlichen Höhe von etwa 2,1 cm pro Teller ineinander stapeln. Coupe-Platten lassen sich aufgrund ihrer durchgehenden Rundung mit etwa 2,6 cm Höhe stapeln. Stapelt man jeweils 24 Stück, ergibt sich eine Höhe von 50 cm bei den Randplatten gegenüber 62 cm bei den Coupe-Platten. Diese 12 cm entscheiden über die Höhe Ihres Kartons, die Anzahl der Paletten und darüber, ob das Set in das Regal einer Verkaufsauslage passt.
Die Gestaltung unterliegt bestimmten Einschränkungen. Das Standard-Druckband auf einer Felgenplatte ist 22–25 mm breit. Bei einer Breite unter 18 mm rückt das Abziehbild zu nah an den Felgenrand, was dazu führt, dass bei Kantenabrieb das Logo mit abgetragen wird. Wenn Ihre Druckvorlage ein 30-mm-Band erfordert, wählen Sie keine größere Felge – Sie entscheiden sich für ein anderes Felgenprofil und müssen neue Werkzeugkosten in Kauf nehmen.
Was der Geschirrspüler und der Backofen tatsächlich zulassen
Die Temperaturwechselbeständigkeit wird in der Regel als ΔT-Wert von etwa 120 °C angegeben. Porzellanmassen mit einer Absorption unter 0,5% ohne metallische Verzierung halten einem 200 °C heißen Ofen stand; Steingut mit einer reaktiven Glasur tut dies in der Regel nicht, und der Schaden zeigt sich erst nach dem dritten Durchlauf – nicht schon nach dem ersten – als Haarriss am Rand. Metallische Gold- oder Platinränder verlieren nach etwa 20–30 Spülgängen in der gewerblichen Spülmaschine ihren Glanz, unabhängig davon, was der Scherben aushält.
Die Passform ist die andere entscheidende Grenze. 27,9 cm (11 Zoll) sind das praktische Maximum für den unteren Korb eines US-amerikanischen Haushaltsgeschirrspülers. Ladeteller mit einem Durchmesser von 30,5–33 cm passen in den meisten Haushalten nicht flach hinein, weshalb sie an Catering-Unternehmen und nicht im Einzelhandel verkauft werden.
Grenzwerte für den Kontakt mit Lebensmitteln gehören in die Bestellung
Die von der US-amerikanischen FDA festgelegten Grenzwerte für Keramikgeschirr liegen bei 3,0 µg/ml Blei für Besteck und bei 0,5 µg/ml für Tassen. Die EU-Richtlinie 84/500/EWG Die Grenzwerte liegen bei 0,8 mg/dm² für Blei und bei 0,07 mg/dm² für Cadmium auf Besteck, wobei strengere Grenzwerte bereits in Vorbereitung sind. In der Praxis senkt die kalifornische „Prop 65“-Verordnung den Grenzwert deutlich unter die Bundesgrenzwerte für alle im US-Einzelhandel verkauften Produkte.
Vermerken Sie die Einhaltung der Vorgaben in der Bestellung und fordern Sie für jede Brenncharge einen Prüfbericht an. Eine Erklärung auf Briefpapier mit Firmenkopf gilt nicht als Prüfbericht.
Charger plates: the 2 cm rule
A charger sits under the dinner plate and has to show a ring of itself. If the gap is under 2 cm the charger looks like a mistake; over 3 cm it looks like a tray. The pairing that sells in hotels is 33 cm charger, 27 cm dinner, 20 cm side plate, which leaves a 3 cm reveal all round.
Chargers are pressed flat on purpose: 8 to 10 mm of rim height, no well, because a deep centre will not sit level on a tablecloth. That flat geometry also means the charger cannot double as a serving plate, so do not let a supplier quote one mould for both. Weight runs 850 to 1,000 g at 33 cm, against 620 to 750 g for a 27 cm dinner plate, and that 250 g difference is what you feel when a server carries eight at once.
Sizes by course, not by guess
Buyers ask for “a dinner plate” and mean anything from 25 to 30 cm. The ranges that actually map to courses:
16 to 18 cm for bread and butter or a dessert portion. 20 to 22 cm for salad, appetiser or a side. 25 to 27 cm for the main course, which is the default behind most “10.5 inch” enquiries. 28 to 30 cm for a large main, a sharing plate or a steak. 31 to 34 cm for a charger, a platter or buffet service.
Shallow bowls need a capacity check rather than a diameter: a 23 cm bowl at 4 cm depth holds 350 to 420 ml, which is a soup or a pasta starter, not a main. Ask for the millilitre figure at the stated depth, because two suppliers quoting “23 cm bowl” can differ by 120 ml.
Stack height decides your shelf and your freight
Every plate adds height to a stack, and the geometry decides how much. A coupe adds 18 to 24 mm per plate; a rim shape adds 26 to 32 mm because the foot ring and the rim both take space. Twelve 27 cm coupes therefore stand 24 to 28 cm tall, and a buffet shelf with 40 cm of clearance holds 14 to 16 plates, not the 20 a buyer usually assumes.
Cartons follow the same logic. A common pack is 12 pieces to an inner, 4 inners to a master, 48 pieces at 0.055 to 0.065 cubic metres. Change from coupe to rim on the same diameter and the master grows 8 to 12 percent, which on a 40 foot container is 90 to 130 fewer masters. That is the number to put next to the unit price, not the unit price alone.
Inch and centimetre: where the 3 mm comes from
10.5 inches is 26.67 cm. A factory cutting in centimetres will set 26.5 or 27.0, and neither is wrong until the carton is printed. With a plus or minus 2 percent tolerance on a 26.67 cm target, the acceptable band is 26.1 to 27.2 cm, a spread of 11 mm, which is enough to change how the plate sits in a divided carton.
The fix is to specify millimetres, not inches, and to write the tolerance next to the number: 267 mm plus or minus 2 percent, weight plus or minus 5 percent, glaze thickness 0.25 to 0.35 mm. Three lines, no ambiguity, and a claim that cannot be argued either way.
Wo es bei Bestellungen tatsächlich zu Problemen kommt
- Der Durchmesser wurde an zwei verschiedenen Stellen gemessen. Der Unterschied zwischen Felgenrand und Felgenbett beträgt 4–5 cm und ist der häufigste Grund für Reklamationen wegen “Untermaß”.
- Angenommen, eine Form deckt einen Größenbereich ab. Für jeden Durchmesser ist ein eigenes Jigger-Profil erforderlich. Eine neue Größe ist $300–800 im Werkzeugbau, mit einer Mindestbestellmenge von 500–1.000 Stück pro Größe und Dekor.
- Gewichtszunahme. Ein kostengünstigerer Korpus mit mehr Füllmaterial kann das Stückgewicht um 15% reduzieren. Allerdings kommt es beim Transport schneller zu Beschädigungen, und der Unterschied macht sich erst bemerkbar, wenn die Kartons zwei Umschlagvorgänge durchlaufen haben.
- Kombination verschiedener Felgenprofile innerhalb eines Satzes. Die Formen sind aufeinander abgestimmt. Die beiden Profile eines Satzes lassen sich nicht ineinander stapeln, und der Satz benötigt 30% mehr Kartonvolumen.
Was gehört in das Datenblatt?
- Durchmesser nach dem Brennen mit Toleranz (z. B. 270 mm ±2%)
- Bohrlochdurchmesser
- Höhe und Felgenbreite
- Gewicht pro Stück, ±5%
- Wasseraufnahme-Klasse sowie Zielwert für den Geschirrspülgang
- Stapelhöhe pro 12 Stück
- Abmessungen des Umkartons, Stückzahl pro Karton, Bruttogewicht
- Prüfstufe: AQL 2,5 für schwerwiegende Mängel, AQL 4,0 für geringfügige Mängel
- Erklärung zur Lebensmitteltauglichkeit: FDA, EU 84/500/EWG, Prop 65
Was wir bestellen würden, wenn es unser Geld wäre
Immer ein einheitliches Randprofil für das gesamte Set. Für ein erstes Sortiment im Einzelhandel: Essteller mit 27 cm Durchmesser, Salatteller mit 20,5 cm Durchmesser, Brot- und Butterteller mit 15,5 cm Durchmesser. Verzichten Sie auf Unterteller, es sei denn, Sie verkaufen an Gastronomiebetriebe – die Frachtkosten pro Stück sind enorm hoch, und die Hälfte Ihrer Kunden hat keinen Platz, sie aufzubewahren. Entscheiden Sie sich für Steingut, wenn Sie Restaurants beliefern, und für Porzellan, wenn die Attraktivität im Verkaufsregal und das Gewicht wichtiger sind als die Bruchfestigkeit. Halten Sie eine Toleranz von ±2% beim Durchmesser ein, investieren Sie in gestanzte Trennwände und akzeptieren Sie, dass die 3–8% Bruchverluste, die Sie vermeiden, nie wirklich kostenlos waren.
Wenn Sie eine Größentabelle haben und diese anhand unserer vorhandenen Formen überprüfen lassen möchten, senden Sie sie uns bitte zu – wir teilen Ihnen dann mit, welche Größen als Standardwerkzeuge vorrätig sind und für welche neue Werkzeuge benötigt werden, bevor Sie sich für eine Containerbestellung entscheiden. Sprechen Sie mit unserem Team.
Siehe auch: Sortiment an Großhandelsplatten und Geschirr-Sets.